Einsatzberichte

Wir geben hier einen kleinen Einblick in die Art und Dringlichkeit unserer Einsätze.

2015

Schäferhund konnte nicht mehr aufstehen
Zu einem zehnjährigen Schäferhund, der nicht mehr aufstehen kann, sind wir am 19. Mai 2015 vormittags gerufen worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass vor allem die Sensibilität der Hinterläufe gestört war. Wir brachten das Tier in eine Tierklinik. Da der Hund nicht wieder richtig gehen können wird, werden wir ihm eine Gehhilfe besorgen, damit er sich dennoch fortbewegen kann.

Krampfender Hund
Am Sonntag, den 17. Mai 2015, sind wir am Abend zu einem medizinischen Notfall nach Ostfildern gerufen worden. Gemeldet wurde ein krampfender und schreiender Hund. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Hund Probleme mit der Wirbelsäule hat. Wir versorgten den 9-jähringen Mischling enstprechend und rieten der Besitzerin, am nächsten Tag ihren Tierarzt aufzusuchen.

Stockente mit 11 Küken

Stockente mit 11 Küken
Am 05.04.2015 wurden wir von den städtischen Verkehrsbetrieben Esslingen zu einem jahreszeitbedingten Einsatz gerufen.

Auf dem Firmengelände war eine Stockente mit ihren 11 Küken unterwegs. Da die Entenfamilie in den Bereich der Bushalle gegangen sind, mussten sie eingefangen werden. Ein besonders tierlieber Mitarbeiter der städt. Verkehrsbetriebe hielt die Familie in Schach, so dass wir die komplette Familie einfangen konnten.

Auf dem kleinen See des Tierparks Nymphaea in Esslingen durften wir die Familie wieder in die Freiheit entlassen.

Orientierungslose ältere Katze in Neuhausen

Orientierungslose ältere Katze in Neuhausen
Am 03.04. 2015 wurden wir von einer besorgten Bürgerin aus Neuhausen zu einer orientierungslosen älteren Katze, die vor ihrem Haus auf dem Gehweg torkelte, gerufen.

Nach dem Basischeck war schnell klar, dass bei diesem kastrierten Kater mehr im Argen lag als nur eine Orientierungslosigkeit. Wir hatten den Verdacht auf eine starke Niereninsuffiziens, was sich später bei der von uns angefahrenen Tierärztin auch bestätigte. Nachdem der Kater 24 Stunden bei der Tierärztin stationär aufgenommen wurde, kam er zur weiteren Versorgung auf eine Pflegestelle.

Mittlerweile sind die Nierenwerte etwas besser geworden und er futtert kräftig. Einen Besitzer hat sich noch nicht gefunden.

Neugeborenes Lamm von Krähen attackiert

Neugeborenes Lamm von Krähen attackiert
Am 15.02.2015 wurden wir von aufmerksamen Bürgern zu einem Schaf mit drei neugeborenen Lämmern gerufen. Eines der Lämmchen wurde von Krähen derart am Kopf verletzt, dass es keine Chance mehr hatte. Sie hatten ihm zwei große Löcher in den Schädel gehackt.

Ein weiteres Lamm war total unterkühlt und wurde von der Mutter und der restlichen Herde gemoppt. Als dann einige Schafe anfingen auf dem Lamm herumzutrampeln, hat Manuela Keim (Animalis Mori GP) kurzerhand das Lamm aus dem Gatter geholt. Da es mit dem Stehen Schwierigkeiten hatte, mußte es sofort versorgt werden. Frau Keim brachte Lämmi (so heißt es jetzt) zu Silke Frey (Moppel Hoppel e.V., Albershausen), die es sofort liebevoll ver- und umsorgt hat. Als der Schäfer mit Traktor und Anhänger kam, um das Mutterschaf und die Lämmer zu holen, erklärten wir ihm den Sachverhalt mit dem unterkühlten Lamm. Da er das Lamm auch mit der Flasche hätte großziehen müssen, handelten wir mit ihm folgenden Deal aus: wir bekommen das Lamm und er hat keinerlei Kosten für unseren Einsatz.

Lämmi geht es mittlerweile sehr, sehr gut; es hat ein zweites Lamm an seiner Seite und darf bis an sein natürliches Lebensende bei Silke Frey bleiben. Die Paten Pierre und Manuela Keim schauen regelmäßig nach ihrem Schützling.

Orientierungsloser Schwan

Orientierungsloser Schwan
Für Aufregung hat am Sonntag, den 15. Februar 2015, ein Schwan gesorgt. Dieser war orientierungslos in der Esslinger Innenstadt unterwegs. Sowohl bei der Polizei als auch bei der Tierrettung gingen Anrufe besorgter Bürger ein. 

Als der Schwan sich dann dafür entschied seinen Irrweg auf der Straße fortzusetzen, wurde ihm ein Streifenwagen als Eskorte bereitgestellt. Die Polizisten hielten den Schwan in Schach bis die Tierrettung eintraf. Tierretter Jürgen Völker und Jennifer Reich fingen den Schwan ein und entließen ihn an geeigneter Stelle - fern von Fußgängerzone und Straßen - wieder in die Freiheit. 

Waschbär in Notlage

Waschbär in Notlage
Am Donnerstag, den 5. Februar, wurde die Tierrettung Mittlerer Neckar von der Werkfeuerwehr der Landesmesse Stuttgart alarmiert.  Ein Waschbär hatte sich in eine missliche Lage gebracht: Er war an einer Messehalle - vermutlich über ein Abwasserrohr - in luftige Höhen geklettert und saß dann dort oben fest.

Als die Tierretter Jürgen Völker und Sandra Kunz ankamen, saß der Waschbär auf einem Stahlträger. Gemeinsam mit der Werkfeuerwehr konnten sie den Waschbär mit Hilfe einer Hebebühne einfangen. Der Waschbär kam mit dem Schrecken davon. Da er unverletzt war, wurde er von den Tierrettern an einem geeigneteren Landstrich wieder freigelassen.

Angefahrenes Reh auf Autobahn

Angefahrenes Reh auf Autobahn
Am 03.02.2015 wurden wir von der Autobahnpolizei zu einem angefahrenen Reh gerufen. Das Reh hatte eine geschlossene- und eine offene Fraktur der Hinterläufe. Da der Jagdpächter nicht erreichbar war und die Polizei das Reh nicht vor Ort "erlösen" konnte, transportierten wir es zu einer mit uns kooperierenden Tierärztin, die das Reh dann euthanasierte.

Ein Wildtier mit solch gravierenden Verletzungen hat keine Chance auf Heilung.

Entenfamilie auf der B313
Am Montag, den 08.06.2015, wollte erneut eine Entenmama mit ihren 6 Küken waghalsig die stark befahrene Bundesstraße 313 überqueren um den nahe gelegenen Baggersee bzw. Neckar zu erreichen. Dies wurde von einem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer beobachtet, welcher die Polizei verständigte. Die Polizei wiederum rief uns zum Einsatzort Unterstützung hinzu. Alle 6 Küken konnten eingefangen werden. Währenddessen kreiste die Entenmama aufmerksam über der Bundesstraße und beobachtet das ganze Geschehen. Kurzerhand wurde die B313 von der Polizei gesperrt und die Küken konnten von uns sicher auf die andere Straßenseite gebracht werden. Dort nahm nach kurzer Zeit, die besorgte Entenmama, ihre Küken überglücklich in Empfang.

Schäferhund konnte nicht mehr aufstehen
Zu einem zehnjährigen Schäferhund, der nicht mehr aufstehen kann, sind wir am 19. Mai 2015 vormittags gerufen worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass vor allem die Sensibilität der Hinterläufe gestört war. Wir brachten das Tier in eine Tierklinik. Da der Hund nicht wieder richtig gehen können wird, werden wir ihm eine Gehhilfe besorgen, damit er sich dennoch fortbewegen kann.

2014

Hund auf B 10 angefahren
Ein tragischer Unfall hat sich am Montag, den 22.12.2014, auf der B 10 in Fahrtrichtung Göppingen ereignet. Eine Mischlingshündin war auf einer Fußgängerbrücke in Höhe der Anschlussstelle Esslingen ihrem Frauchen abgehauen. Das 10 Jahre alte Tier rannte auf die Bundesstraße, wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Als die Tierrettung Mittlerer Neckar von der Rettungsleitstellte Esslingen alarmiert wurde, war Tierrettungssanitäter Jürgen Völker bereits unterwegs zum Unfallort. Eine Passantin hatte den Unfall beobachtet und umgehend die Tierrettung verständigt. Da Jürgen Völker sich zufällig in der Nähe aufhielt – er kümmerte sich gemeinsam mit der Ortspolizeibehörde gerade um einen orientierungslosen Schwan-, war er binnen kürzester Zeit am Unfallort.

Jürgen Völker führte die medizinische Erstversorgung durch. Dennoch konnte er nach wenigen Minuten leider bloß noch den Tod des Tieres feststellen. „Sie hatte schwere innere Verletzungen“, sagt Völker. „Das ist das schlimmste, wenn man realisieren muss, dass man einem Tier einfach nicht mehr helfen kann“, sagt der Leiter der Tierrettung.

Die Tierrettung transportierte die Hündin zum Tierbestatter Animalis Mori nach Göppingen. 

Handwerker überrascht

Handwerker überrascht
Nicht schlecht staunten am Freitag, den 19. Dezember 2014,  zwei Handwerker in Nürtingen als sie bei Reparaturarbeiten an einem alten Bauernhaus von einer Schlange überrascht wurden. Sie waren gerade dabei ein Loch durch eine Decke zu bohren. Dieses gab den Blick in den darunter liegenden Keller frei, wo sie das Tier dann entdeckten. Verschreckt riefen sie die Polizei. Diese alarmierte die Tierrettung Mittlerer Neckar.

Tierrettungssanitäter Jürgen Völker und Tierunfallsanitäterin Sandra Kunz trafen um 16.15 Uhr an dem alten Bauernhaus ein. Gemeldet war eine gelb-rote, etwa 2 Meter lange Schlange. „Wir waren auf alles gefasst“, sagt Völker, der die Tierrettung leitet. Mit einem Schlangengreifer und Handschuhen ausgerüstet machten sich Völker und Kunz auf den Weg in den baufälligen Keller. Erleichtert stellten sie dort fest, dass es sich um keine giftige Schlange handelt, sondern um eine orange-rot gefärbte Kornnatter. Sie fingen das in etwa 1,5 Meter lange Tier ein und machten es, - da die Schlange gesundheitlich in gutem Zustand war -, auch gleich transportbereit.

Die Tierretter brachten die Kornnatter im Tierheim Esslingen unter. Völker und Kunz hoffen nun, dass sich der Besitzer ausfindig machen lässt und die Schlange bald wieder nachhause darf. 

exotische Schlangen

Exotische Schlangen
Am Samstag, den 28. Juni, wurden wir vormittags von der Polizei in die Zeppelinstraße nach Esslingen gerufen. Ein Spaziergänger, der mit seinem Hund unterwegs war, hatte eine knapp 4 Meter lange Tigerphyton entdeckt. Am Einsatzort fanden wir dann neben der Phyton außerdem eine ca. 1,70 Meter lange Argentinische Boa vor - letztere ist vom Aussterben bedroht.

Die Schlangen waren beide stark abgemagert und völlig dehydriert. Wir haben die Tiere eingefangen. Die Boa wurde im Tierheim Esslingen untergebracht. Leider war sie zu geschwächt und ist mittlerweile verstorben. Die Tigerphyton konnten wir in einer Pflegestelle unterbringen. Die Polizei bittet den Besitzer der Tiere sowie Zeugen, die etwas über ihre Herkunft sagen können, sich unter Telefon 0711/3990-0 beim Polizeirevier Esslingen zu melden.

Hündin unter Auto eingeklemmt

Hündin unter Auto eingeklemmt
Am Donnerstag, den 17.7.2014, wurde die Tierrettung Mittlerer Neckar am Morgen
zu einer verunfallten Hündin gerufen. Tiffany hatte sich beim Spazieren gehen losgerissen und wurde auf der Landesstraße zwischen Weilheim Teck und Hepsisau von einem PKW erfasst und darunter eingeklemmt.

Als die Tierretter Jürgen Völker und Sandra Kunz am Unglücksort eintrafen, mussten sie
schnell feststellen, dass sie die Hündin nicht ohne Hilfe bergen konnten. Ihr Hinterlauf war
unter dem Auto eingeklemmt und die Leine, mitsamt der sie ihrer Pflegerin abgehauen war,
hatte sich in der Vorderachse des PKW verfangen. Die Tierretter forderten einen
Abschleppwagen an.

„Der Hund war bei Bewusstsein“, sagt Tierrettungssanitäter Völker. „Schnell war klar, dass Tiffany einen Pneumothorax hat“, ergänzt er. Ihr Kreislauf war instabil. Die Tierretter stabilisierten Tiffany, solange sie auf den Abschleppdienst warteten.

Eine Tierärztin aus Weilheim wurde ebenfalls zu Hilfe gerufen. Sie narkotisierte die Hündin, damit sie besser befreit werden konnte, was mit Hilfe des Abschleppwagens, mit dem der PKW angehoben wurde, letztendlich auch gelang.

Unverzüglich machten sich Völker und Kunz auf den Weg in die Tierklinik nach Reutlingen. Tiffany wurde permanent mit Sauerstoff versorgt. Kurz vor der Ankunft in der Klinik hörte ihr Herz auf zu schlagen. Völker und Kunz intubierten Tiffany und reanimierten sie. Leider ohne Erfolg. Sie verstarb im Rettungswagen. „Die inneren Verletzungen waren einfach zu schwer“, bedauert Völker. 

Tiffany war noch nicht lange in Deutschland. Sie kam aus Italien und fand eine Bleibe auf einer Pflegestelle der Tierherberge Donzdorf. Den Mitarbeitern der Tierherberge war es ein großes Anliegen, dass alles menschenmögliche dafür getan wird, das Leben ihres Schützlings zu retten. 

Kater in Motorraum eingeklemmt
Am Freitagnachmittag hat die Tierrettung Mittlerer Neckar einen Kater befreit, der im Keilriemen eines PKWs eingeklemmt war. Die Rettung gestaltete sich schwierig, denn ihm konnte nur durch Abschleppen des PKW – mitsamt Kater unter der Motorhaube - in eine Werkstatt geholfen werden.

Gegen 14 Uhr ging beim Tierrettungsdienst (TRD) der Notruf einer jungen Frau ein. Sie wollte zur Arbeit fahren und hatte gerade den Motor gestartet, als sie plötzlich ein lautes Klopfen aus dem Motorbereich vernahm. Sie dachte zunächst an einen Schaden am Auto, doch dann hörte sie ein lautes Miauen und alarmierte umgehend den TRD. Als die Tierretter Jürgen Völker und Jennifer Reich am Unglücksort ankamen war die missliche Lage des Katers schnell klar. Das Tier war im Keilriemen eingeklemmt. Ohne Hilfe kamen die Tierretter nicht weiter.

Durch einen glücklichen Zufall konnten auch die Besitzer des Katers schnell ausfindig gemacht werden, die sofort zum Unfallort eilten.

Zwischenzeitlich hatten sich die Tierretter einen Kfz-Mechaniker aus einer naheliegenden Werkstatt zu Hilfe geholt. Da aber auch er dem Kater vor Ort nicht helfen konnte, wurde schließlich ein Abschleppwagen mit Kranheber gerufen. Jedes Bewegen des PKW hätte dem Kater weitere Verletzungen zufügen können.

Nun versuchten die Tierretter eine Werkstatt ausfindig zu machen, die auf die Schnelle das Tier aus dem Auto befreien könnte. Leider erhielten sie mehrere Absagen. Der Abschleppdienst traf zügig ein. Der Fahrer des Abschleppdiensts Böpple in Esslingen bot glücklicherweise sofort an, das Auto in die eigene Werkstatt zu bringen. Gesagt getan. Das Auto wurde mitsamt dem Kater unter der Motorhaube abgeschleppt.

Dort wurde der PKW wieder in die Luft gehoben und die Mitarbeiter des Abschleppdiensts machten sich unverzüglich an die Arbeit. Der Keilriemen wurde durchtrennt, Fahrzeugteile abmontiert. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, den Kater zu befreien und mit einem Fangnetz aufzufangen. Nun konnte die Erstversorgung durchgeführt und das Tier in eine Klinik gebracht werden. Der Kater hatte Glück im Unglück: Er zog sich lediglich oberflächliche Verletzungen zu.

Angefahrene Katze in Schlierbach
Wenig Glück hatte eine angefahrene Katze am 09.04.2015 in Schlierbach.

Wir wurden um 18.48 Uhr von einer Autofahrerin zu einer angefahrenen Katze gerufen. Als wir kurze Zeit später vor Ort waren, stellten wir fest, dass der unkastrierte und nicht tätowierte Stubentiger schwere innere Verletzungen hatte. Nach einer raschen Notversorgung machten wir uns auf den Weg in eine 10 Minuten entfernte Tierarztpraxis.

Die inneren Verletzungen waren so stark, dass der Kater von dem Tierarzt erlöst werden musste.

Angefahrene Katze in Bad Boll
Um 22.52 Uhr wurden wir am 10.04.2015 zu einer angefahrenen Katze gerufen.

Eine junge Frau beobachtete wie der unkastrierte Kater von einem Auto erfasst wurde; der Autofahrer fuhr weiter, ohne sich un das Tier zu kümmern. Die Frau packte die Katze sofort ein und fuhr nach Hause. Auch wir wurden umgehend informiert. Der Stubentiger hatte viele Schutzengel. Nach einem Basischeck und der Notversorgung machten wir uns auf den Weg in eine Kleintierpraxis, bei der wir auch um 00.00 Uhr noch willkommen waren.

Der Stubentiger wurde tierärztlich versorgt, und ist jetzt auf dem Weg der Besserung. Die junge Finderin erklärte sich sofort bereit den unkastrierten Kater, sowie alle anfallenden Kosten zu übernehmen.

Hut ab und vielen Dank für soviel Tierliebe. Soetwas erleben wir sehr selten.